|
Regenwassernutzungsanlage an der Haupt- und Realschule
Die Anlage wurde im April 1994 in Betrieb genommen Die angeschlossene Dachfläche beträgt 1.100 m² Das Zisternenvolumen beträgt 20 m³ Bis 05.12.1995 waren 19 Toilettenspülkästen der Hauptschule angeschlossen
Anfangskosten 54.008,58 DM
Seit 06.12.1995 waren 27 Toilettenspülkästen angeschlossen
Erweiterungskosten 6.080.66 DM
Seit Mai 1998 ist auch die Realschule angeschlossen
Erweiterungskosten 10.974,45 DM
Gesamtkosten 71.063,69 DM
Die Anlage hat bisher störungsfrei gearbeitet. Als Kosten kämen nur die Energiekosten für den Pumpenbetrieb in Frage. Es sind aber keine separaten Stromzähler eingebaut. Wir hatten keine Probleme mit der Wasserqualität. Die Anlage lief ununterbrochen.
70.000 DM Herstellungskosten / 400 DM Einsparung/Jahr ergibt 175 Jahre Amortisationszeit.
Betrachtet man den Einbau von der reinen Wirtschaftlichkeit, so rechnet sich die Anlage natürlich nicht. Vom Umweltschutz her gesehen wird hier ein Anfang gemacht. Wie lange kann es sich unsere Gesellschaft noch leisten, ein Lebensmittel - unter großen Aufwendungen hergestelltes Trinkwasser - zum Fortspülen von Fäkalien zu nutzen? Ein anderer Grund diese ”unwirtschaftliche” Anlage zu bauen war, durch regelmäßige Einbindung in den Fachunterricht, Bewusstsein für das Trinkwasser zu erreichen. Wir gehen davon aus, dass die Schüler als Multiplikatoren wirken und so dafür sorgen, dass im privaten Bereich so manche Regenwassernutzungsanlage gebaut wird.
Im Übrigen sind die Herstellungskosten bei einem Neubau - die beschriebene Anlage wurde nachgerüstet - deutlich günstiger.
|